Blog 3


Gestern war unser erster ganzer Tag im APC. Morgens haben wir gemeinsam mit den Lehrpersonen des APCs gesungen. Sie haben zwei typische EMP-Lieder gelernt und wir durften mit einem Lied, das sie uns beigebracht haben, unseren Liedschatz erweitern. Es ist ein Lied des Stammes Oshiwambo, das ist der grösste Stamm Namibias. Wir haben es bereits aufgeschrieben, damit wir es dann auch mit euch singen können. Durch das gemeinsame Singen haben wir erlebt, dass wir hier wirklich als eine Gruppe unterwegs sind, es gab dabei viele schöne, kraftvolle und berührende Momente und es wird viel gelacht – nicht nur beim Singen. Danach sind wir zwischen den verschiedenen Hütten hin- und hergelaufen und haben hier und dort mitgesungen, mitgespielt und haben gegenseitig voneinander Unterricht bekommen. Für die verschiedenen Arbeitsbereiche gibt es je eine Hütte, bzw. einen Raum. Einige von uns haben viel Zeit in der Marimba- und Perkussionshütte verbracht, wo wir für uns sowohl neue als auch bekannte Lieder gesungen und begleitet haben. Ansonsten gibt es Hütten für Harfe, Gitarre, Holz- und Blechblasinstrumente, Streichinstrumente, Keyboard, musikalische Früherziehung, Tanz/Theater und Kunst. 


In der Mittagspause haben wir uns etwas zu essen gekauft und es im APC gegessen. Da kamen ein paar Kinder, die dann Trauben und Bananen von uns bekommen haben. Leni, ein aufgewecktes, fröhliches Mädchen, das hier viel Zeit verbringt, hat geklagt: „My stomach is not full.“ Solche Situationen bewegen uns. Immer wieder unterhalten wir uns darüber, wie die wertvolle Arbeit dieses Zentrums weiterhin unterstützt werden könnte, z.B. dadurch, die namibianische Regierung noch aufmerksamer auf das APC zu machen. 


Bevor der Nachmittagsunterricht begann, haben wir während einem Regenschauer mit einigen Kindern Kreisspiele gespielt. Anschliessend sind wir während dem Unterricht der Kinder in Aktion getreten und haben zugeschaut, mitgemacht und gemeinsam mit den Tsumeber Lehrpersonen unterrichtet.
Abends waren wir alle ziemlich müde. Wir haben viele Eindrücke gesammelt und hatten auf dem Weg in unsere Unterkunft ein gutes Gefühl, es ist gut, dass wir uns jetzt in etwa vorstellen können, was in den nächsten Wochen auf uns zukommt. Gestern Abend haben ein paar Studentinnen gekocht und wir haben in dem Haus, in dem wir momentan wohnen, zusammen gegessen. Das haben wir alle sehr genossen.

Der heutige Tag verlief ähnlich wie der gestrige. Wir freunden uns mit den Lehrpersonen des APC an und geniessen es, voneinander und miteinander zu lernen und zu musizieren. Heute Morgen haben wir neben Singen auch getanzt. Aus lustigen Missverständnissen ist entstanden, dass wir eine Mischung aus Qi Gong und Kung Fu gemacht haben, anschliessend Salsa und African Dance. Dabei wurde viel gelacht – die Freude und Leichtigkeit, die wir mitten im Leid von dem Leben dieser Menschen mit ihnen erleben ist etwas, wovon wir sehr viel lernen können.

Die nächsten Tage wird es spannend. Was das bedeutet, werdet ihr dann erfahren…


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