COTA – College Of The Arts in Windhoek
Immer noch in Erinnerung schwelgend an die ereignisreiche Zeit in Tsumeb und dem etwas traurigen Abschied sind wir nun in Windhoek und besuchen das College Of The Arts. Wir erhalten einen Einblick in das Studienmodell, die Architektur und den Unterricht verschiedener Instrumentallehrpersonen. Ebenfalls durften wir von einer Tanzstunde verschiedener traditioneller Tänze Namibias und Südafrikas und dem zeitgenössischen Tanz profitieren. Nun aber von Vorn.


Begleitet hat uns Angelika Schröder, Leiterin des COTA in Windhoek und selbst Tänzerin. Sie hat uns erklärt, dass das COTA als eine Art Pre-College oder Berufslehre funktioniert. Es bereitet die Studierenden auf weiterführende Universitäten oder auf die Arbeitswelt vor. Da es keine musikalische Universität in Namibia gibt, gehen viele Studierende mit genügend Vermögen und Einkommen nach Südafrika. Nach der Ausbildung Arbeit zu finden, sei sehr schwierig. Auch wird die Musik in Namibia mehr als Leidenschaft und Hobby und weniger als Beruf angesehen.
Angelika Schröder hat uns ebenfalls Einblick in ihren Tanzunterricht gewährt. Wir waren alle sehr an traditionellen Tänzen Namibias interessiert. Sie hat uns eine Lektion lang mit einer Djembe (nicht die traditionelle Trommel aus Namibia) rhythmisch begleitet. Die Verbindung zwischen Rhythmus und Bewegung hatten eine grosse Bedeutung. Sie hat uns Bewegungsqualitäten erläutert und gezeigt, welche Bedeutung die jeweiligen Bewegungen haben. Zum Beispiel werden mit den Armen manchmal die Hörner eines Ochsen dargestellt. Wir fanden es spannend, hatten sehr viel Spass und die Bewegung tat allen gut.


Am Donnerstag durften drei Studierende der ZHdK an einem zeitgenössischen Tanzunterricht im COTA teilnehmen. Zusammen mit sechs anderen Tänzer:innen haben wir getanzt. Das Niveau war hoch und wir konnten viel davon profitieren.
Des Weiteren durften wir das «Departement of visual arts» besuchen. Dort wurden wir sehr herzlich willkommen geheissen.

Gideon Uwu-Khaeb, Leiter (L) / Hishishi Papa, Künstler (R)
Wir bekamen von Gideon Uwu-Khaeb, dem Leiter des Departements eine Führung durch die Gebäude und lernten den Künstler, Musiker und Philosophen mit dem Namen «Hishishi Papa» oder auch «Papa Shikongeni» aus Namibia kennen. Er hat bereits die ganze Welt bereist, um seine selbst entwickelte Drucktechnik mit Karton weiterzugeben. Er hat uns aus seiner Kultur und seiner Entstehung als Künstler erzählt.



Weiter ging es ins Radiostudio. Wir haben dort «Tate yetu» zusammen mit Gideon Uwu-Khaeb in der Sprache der Oshiwambo gesungen und eine Tonaufnahme wurde gemacht. Die ZHdK ist nun also im Radio in Namibia!

Nun wird überlegt, ob es Wege und Möglichkeiten gäbe, auch dieses Departement mit der ZHdK zu verknüpfen. Das Interesse an einer Zusammenarbeit ist gross. Auf jeden Fall waren dies wieder ereignisreiche Tage und schon bald geht es für uns wieder nach Hause.

Visual Arts (Linolemudruck COTA)
Alejandra, EMP 3